Donnerstag, 10. Januar 2008

Meine ersten Tage und Wochen

An meinem dritten Tag fuhr ich mit der ganzen Familie zu Ikea um Sachen für mein Zimmer einzukaufen.Während Fynja im Einkaufwagen saß packten wir Gardinen, einen Glasschreibtisch, Bettwäsche, einen kleinen runden Teppich für mein Bad (das übrigens an meinem Zimmer direkt dran ist) und ein bisschen Deko in den mittlerweile viel zu kleinen Wagen.. An dem Wochenende hab ich dann erstmal das Zimmer mit meinem persönlichen Krams eingerichtet...Am Tag darauf, folgten dann die von mir und Kirsten zusammengebastelten Gardinen und mein Zimmer wurde von Tag zu Tag schöner und ich konnte mich richtig wohl fühlen.
In der ersten Woche war ich dann noch mit Kirsten im Jardin du Luxemburg und mit Fynja schwimmen und und und und... ( will ja niemanden mit Kleinigkeiten nerven ;) )
Es gab dann noch einen Abend an dem ich mit Kirsten und Christian in meinem Bett gesessen hab und mit ihnen bei Chips und Bier ein Spiel der deutschen Nationalelf angesehen hab. Man das war echt genial...überhaupt glaub ich , hätte ich es nicht besser treffen können.
Neben den tausend Erledigungen wegen Sprachschule, Bankkonto und Handy hatte ich natürlich immer im Hinterkopf das Sissi, am nächsten Montag auch ankommen würde. Wie würde es ihr ergehen und wie ist ihre Familie und und und!!!
Hinzu kam das mein Geburtstag immer näher rückte und ich mir nicht im Klaren darüber war wie der aussehen würde...
Schlussendlich traf ich mich an einem Dienstag mit Sissi um mit ihr nach Paris zu fahren...und dann musste ich feststellen das ich die geplante gemeinsame Zeit in Paris wohl doch alleine verbringen musste, dann Sissi ging es gar nicht so gut und sie deutete schon an, das sie wieder Heim gehen würde...das tat sie dann auch. (Schade :( ! )
Süße, ich vermiss dich immer ganz dolle *knutscha*
Also waren das Nächste an das ich mich ranwagte die Internetbekanntschaften die ich vorher schon gemacht hatte... Eine davon war Dörte.
Sie musste ebenfalls auf einen 10 Jahre alten Jungen aufpassen der praktischerweise auch noch in die selbe Klasse ging wie Niklas! Sowas....naja wir gehen bis heute auf die selbe Sprachschule und treffen uns auch vorher um den Weg zusammen zu gehen aber so richtig dicke sind wir nicht miteinander, was wohl eher an ihrer Art liegt, aber was willste machen...
Weitere Bekanntschaften , ich nenne sie so weil man es irgendwie erstmal nicht als wirkliche Freundschaften bezeichnen kann, habe ich natürlich bei den großen Aupair-treffen gemacht. Teilweise waren wir bis zu 50 Leute...aber das kommt dann alles in meinem nächsten Posting, ich muss jetzt auch mal schlafen, schließlich hab ich um 9 morgen früh Sprachschule ;)

Der An/Abreisetag

Nach einer erstaunlich guten Nacht war er also da: Der Tag an dem es los ging....
Früh aufstehen, Duschen, zuende packen und dann auf ins Auto. Meine Mama kam dann noch von der Arbeit um mich zu verabschieden und Mechthild auch noch (wie lieb ist das denn) :)
Ich bin dann nach den Umarmungen schnell ins Auto. Flos schönen Corsa... Mit einem ganz komisch mulmigen Gefühl ging es Richtung Köln Hauptbahnhof. Dann kurz vor Vörden als wir aus Damme offiziell raus waren, kamen mir dann die Tränen und die Einsicht, das ich das Alles was zu meiner kleinen Welt gehörte für lange nicht mehr sehen würde...
In Köln angekommen, hatten Flo und ich noch jede Menge Zeit, also haben wir uns spontan den Dom angeschaut und uns dann entschlossen auf den Turm zu gehen....war auch alles ganz toll und schön und gut nur das man ja Treppe laufen musst und ich als Sportmuffel natürlich viel zu lange brauchte, auch für den Abstieg, sodass ich schon meine Abfahrt in Gefahr sah. Wir waren aber dann doch schneller als gedacht und haben noch schnell eine Digitalkamera gekauft damit ich auch alles festhalten kann und dann ging es los... meine Koffer von der Gepäckannahme abgeholt gings zum Gleis und da war es auch schon, das rote Maschinenmonster, in dem kein Fach für meinen Koffer mehr frei war (so ein Mist). Naja letztendlich hab ich ganz allein mein mindestens 4 Tonnen schweren Koffer über mich in die Ablage gehievt und den Anderen (noch größeren) auf einen freien Sitz hinter mir abgestellt in der Hoffnung das keiner mehr kommt und sich auf den Platz setzen will. Dann noch schnell raus zum Abschiedskuss und schon schlossen sich die Türen.
Florian hinter der Glasscheibe wirkte wie immer ganz gelassen und ich war eigentlich auch noch ganz ruhig. Zumindest bis ich dann ein paar Meter gefahren bin, dann kullerten auch ein paar Wehmutstränen über mein Gesicht aber die Gedanken an das, was mich nun erwarten würde, lenkte mich schnell ab...
Wie werden sie (Die Gastfamilie) wohl sein und hoffentlich erkenne ich sie und alles. Die 4 Stunden Zugfahrt waren viel kürzer als gedacht und die Vorzüge der Ersten Klasse haben mich in dem ganzen Gedanken wirrwar auch noch durcheinandergebracht...alles umsüst ;)
In Paris Gare du Nord angekommen war erstmal keiner da, ich also weiter Richtung große Halle...und da standen sie dann auch schon und grinsten mich an, unverwechselbar, das waren sie...
Kirsten daneben Niklas und daneben Christian mit Fynja auf den Schultern.
Nach einer herzlichen Umarmung gings dann Richtung Auto. Niklas wollte direkt meinen Koffer ziehen und Fynja erzählte gleich von Ponys die sie gesehen hatte, total süß.
Christian trug meine total schweren Koffer und mir war es fast etwas peinlich das ich doch so viel eingepackt hatte...
Während der Autofahrt erzählte mir Niklas allerhand, doch ich bekam gar nicht alles mit, weil so viele Eindrücke auf mich einprasselten das ich es gar nicht richtig fassen konnte....ich in Paris. Ich, die französisch in der Schule gehasst hatte in der Hauptstadt Frankreichs, in der Stadt der Liebe...WAHNSINN. Auf dem Weg zu meinem neuen Zuhause kamen wir auch direkt am Arc de Triumph und am Moulin Rouge und am Eifelturm vorbei...also das komplette Paket , gleich am Ersten Tag.
In der Avenue des Suisses angekommen eröffnete sich mir dann der Blick auf meine neues Zuhause...eine riesen Villa und ein riesiger Garten. Eine Hausführung entwirrte das riesen Innere das großen Hauses. Welches Zimmer ich bekommen sollte stand noch nicht fest... Ich hatte zwei zur Auswahl. Das eine war ihr altes Gästezimmer und das hatten sie auch erst für mich hergerichtet, also provisorisch, aber das Bett war ein altes Kinderbett und daher für mich zu kurz sodass sie entschieden, dass ich auch ihr eigentliches Fernsehzimmer bekommen könnte...dort stand ein riesen Bett und ein riesen Schrank aus ihrem alten Schlafzimmer drin...Ich weiß gar nicht mehr ob wir noch am selben Tag oder erst am darauf folgenden die Zimmer umräumten. Ich weiß das ich das Wort "riesig" jetzt ziemlich oft benutzt habe, aber so ist das Haus echt...Auf jeden Fall aßen wir zusammen als die Kinder im Bett waren. Salat und Baguette mit Käse. Kirsten hatte den Tisch ganz liebevoll gedeckt und wir unterhielten uns dann auch super. Auch die erste Nacht schlief ich wie ein Baby. Die ganzen neuen Eindrücke musste ja auch erstmal verarbeitet werden ;)

Die Abschiedsparty

Jetzt war es also so...ich als Au-pair in Paris...wow!!!
Aber erstmal nach der ganzen Planung, ging es darum den Abschied gebührend zu feiern....
Also hatte ich allen gesagt, dass ich das letzte mal in der Brennbar bin und sie dann dahin kommen sollten...
Flo hatte mich dann an diesem letzten Wochenende noch zum Essen eingeladen. Mhhh war das lecker bei Hellas... Naja, er hatte mir dann schon gesagt, das wir danach zu mir fahren und dann kann ich mich fertig machen und zum Schluss ab in die Brennbar... also fuhren wir zu mir und ich mit meiner Tasche wollte Richtung Haustür, da meint Flo: Lass uns durch den Keller Eingang gehen!
Ich mir nichts weiter dabei gedacht und geh rein in Richtugn Treppe nach oben. Aber er wollte nicht nach oben ins Haus sondern in den Keller, da dämmerte mir es dann. Vorher hab ich echt nichts gecheckt...ich mach also dann wie er es mir gesagt hat die Tür zu unserem Partykeller auf und das Licht geht an und der Keller sitzt voll....GENIAL!!!
Alle waren da und ich hatte von allem nichts mitbekommen. Flo hatte das alles organisiert, ich hatte echt Tränen in den Augen :)
Naja dann haben wir erstmal richtig getrunken. Außerdem gabs dann auch noch ein kleines Abschiedsgeschenk, was für mich echt das Allergeilste war. Vera hatte mir ein Plakat mit Fotos und dem Eifelturm zusammengestellt und alle haben unterschrieben. Der Slogan :
DANK AN UNS..... ......WIR HABEN DICH SOO LIEB!!!
Da hab ich echt gedacht ich hab die geilsten Freunde der Welt und vorallem den geilsten Freund der Welt!!! Bis es dann in die Brennbar ging, tranken wir ordentlich und es war der beste Partyabend seit langem.
Auch in der Brennbar traf ich dann noch Einige. Richtig Tschüss gesagt hat mir dann nachher fast keiner weil alle viel zu betrunken waren. Aber das war auch gut so....Heulszenen und Wehmut auf einer guten Party sind ja eh nicht so mein Ding ;)
Dann waren es ja auch nur noch ein paar Tage bis zur Abreise, in denen noch Einige vorbei kamen auf einen oder zwei Kaffees um noch einmal Aurevoir zu sagen...