Nach einer erstaunlich guten Nacht war er also da: Der Tag an dem es los ging....
Früh aufstehen, Duschen, zuende packen und dann auf ins Auto. Meine Mama kam dann noch von der Arbeit um mich zu verabschieden und Mechthild auch noch (wie lieb ist das denn) :)
Ich bin dann nach den Umarmungen schnell ins Auto. Flos schönen Corsa... Mit einem ganz komisch mulmigen Gefühl ging es Richtung Köln Hauptbahnhof. Dann kurz vor Vörden als wir aus Damme offiziell raus waren, kamen mir dann die Tränen und die Einsicht, das ich das Alles was zu meiner kleinen Welt gehörte für lange nicht mehr sehen würde...
In Köln angekommen, hatten Flo und ich noch jede Menge Zeit, also haben wir uns spontan den Dom angeschaut und uns dann entschlossen auf den Turm zu gehen....war auch alles ganz toll und schön und gut nur das man ja Treppe laufen musst und ich als Sportmuffel natürlich viel zu lange brauchte, auch für den Abstieg, sodass ich schon meine Abfahrt in Gefahr sah. Wir waren aber dann doch schneller als gedacht und haben noch schnell eine Digitalkamera gekauft damit ich auch alles festhalten kann und dann ging es los... meine Koffer von der Gepäckannahme abgeholt gings zum Gleis und da war es auch schon, das rote Maschinenmonster, in dem kein Fach für meinen Koffer mehr frei war (so ein Mist). Naja letztendlich hab ich ganz allein mein mindestens 4 Tonnen schweren Koffer über mich in die Ablage gehievt und den Anderen (noch größeren) auf einen freien Sitz hinter mir abgestellt in der Hoffnung das keiner mehr kommt und sich auf den Platz setzen will. Dann noch schnell raus zum Abschiedskuss und schon schlossen sich die Türen.
Florian hinter der Glasscheibe wirkte wie immer ganz gelassen und ich war eigentlich auch noch ganz ruhig. Zumindest bis ich dann ein paar Meter gefahren bin, dann kullerten auch ein paar Wehmutstränen über mein Gesicht aber die Gedanken an das, was mich nun erwarten würde, lenkte mich schnell ab...
Wie werden sie (Die Gastfamilie) wohl sein und hoffentlich erkenne ich sie und alles. Die 4 Stunden Zugfahrt waren viel kürzer als gedacht und die Vorzüge der Ersten Klasse haben mich in dem ganzen Gedanken wirrwar auch noch durcheinandergebracht...alles umsüst ;)
In Paris Gare du Nord angekommen war erstmal keiner da, ich also weiter Richtung große Halle...und da standen sie dann auch schon und grinsten mich an, unverwechselbar, das waren sie...
Kirsten daneben Niklas und daneben Christian mit Fynja auf den Schultern.
Nach einer herzlichen Umarmung gings dann Richtung Auto. Niklas wollte direkt meinen Koffer ziehen und Fynja erzählte gleich von Ponys die sie gesehen hatte, total süß.
Christian trug meine total schweren Koffer und mir war es fast etwas peinlich das ich doch so viel eingepackt hatte...
Während der Autofahrt erzählte mir Niklas allerhand, doch ich bekam gar nicht alles mit, weil so viele Eindrücke auf mich einprasselten das ich es gar nicht richtig fassen konnte....ich in Paris. Ich, die französisch in der Schule gehasst hatte in der Hauptstadt Frankreichs, in der Stadt der Liebe...WAHNSINN. Auf dem Weg zu meinem neuen Zuhause kamen wir auch direkt am Arc de Triumph und am Moulin Rouge und am Eifelturm vorbei...also das komplette Paket , gleich am Ersten Tag.
In der Avenue des Suisses angekommen eröffnete sich mir dann der Blick auf meine neues Zuhause...eine riesen Villa und ein riesiger Garten. Eine Hausführung entwirrte das riesen Innere das großen Hauses. Welches Zimmer ich bekommen sollte stand noch nicht fest... Ich hatte zwei zur Auswahl. Das eine war ihr altes Gästezimmer und das hatten sie auch erst für mich hergerichtet, also provisorisch, aber das Bett war ein altes Kinderbett und daher für mich zu kurz sodass sie entschieden, dass ich auch ihr eigentliches Fernsehzimmer bekommen könnte...dort stand ein riesen Bett und ein riesen Schrank aus ihrem alten Schlafzimmer drin...Ich weiß gar nicht mehr ob wir noch am selben Tag oder erst am darauf folgenden die Zimmer umräumten. Ich weiß das ich das Wort "riesig" jetzt ziemlich oft benutzt habe, aber so ist das Haus echt...Auf jeden Fall aßen wir zusammen als die Kinder im Bett waren. Salat und Baguette mit Käse. Kirsten hatte den Tisch ganz liebevoll gedeckt und wir unterhielten uns dann auch super. Auch die erste Nacht schlief ich wie ein Baby. Die ganzen neuen Eindrücke musste ja auch erstmal verarbeitet werden ;)
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